Europa 2019 – Der Start

Ein Tag voller Fahrerei

Sonntag, 27.01.2019 – 05:45 Uhr

Der Wecker klingelt und reißt uns Beide aus dem Schlaf. Wir sind in Sourbrodt, Belgien. Warum genau hier ? Der liebe Christian von Road&Board hat sich breitschlagen lassen sich kurz vor der Abreise noch einmal die Elektronik von unserem Zazu anzugucken. Zudem wollen noch zwei Zusatzscheinwerfer montiert werden, die kann ich im hohen Norden gut gebrauchen. Ich bin nicht allein bei Christian in der Garage. Pascal hat sich 3 Tage frei genommen und begleitet mich auf den ersten Kilometern in das Abenteuer das wir zusammen gestartet hätten. Zum Glück !

Es ist schon ein komisches Gefühl von Zuhause weg zu fahren und zu wissen, dass man nicht geplant hat so bald wieder zurück zu fahren. Das ist zumindest mein Plan. Pascal werd ich Montag Abend am Flughafen in Kopenhagen absetzen, damit er zurückfliegen kann. Aber soweit sind wir noch nicht.

Aufgestanden, Zelt zusammengeklappt, Christian und Dexter Tschüss gesagt und ab auf die Bahn.

Nächster Halt : Nordhorn

Nicht nur die Elektrik wollten wir noch Checken lassen, auch noch ein paar Aufkleber und einen Erweiterungsschlauch für die Standheizung brauch ich noch. Da nehmen wir die 50 km Umweg gern noch in Kauf um auch unserem Freund Waldemar von Heatsys noch auf Wiedersehen zu sagen. Kurzerhand schweißt uns Waldemar auch noch die Trittstufe hinten am Defender, die ist nämlich zu allem Überfluss auch noch raus gebrochen.

Aus den geplanten 30 Minuten werden schnell zwei Stunden und mit etwas Verspätung begeben wir uns wieder auf die Autobahn. Noch schnell in Deutschland getankt und ehe wir uns versehen heißt es:

Willkommen in Dänemark

Es gibt zwei Möglichkeiten: Nummer eins – wir schlafen kurz vor Koldingen am Strand, Nummer zwei – wir fahren bis nach Kopenhagen. Da es sowieso schon Dunkel war, haben wir uns für die zweite Variante entschieden. Dazu kommt noch das Pascal ja nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hat und die wollen wir sinnvoll nutzen. Also ab nach Kopenhagen.

Schnell haben wir unseren Stellplatz über Park4Night gefunden und ihn angesteuert. Da es schon dunkel ist als wir um 21 Uhr an besagtem Stellplatz ankommen, wissen wir nicht so recht was wir davon halten sollen. Aber egal, wir sind zu zweit, wird schon schief gehen. Was soll ich sagen, kein Grund zur Besorgnis. Der Stellplatz war ein einfacher Parkplatz von dem wir in 25 Minuten in die Stadt laufen konnten, besser gehts gar nicht. Abends sehr leer, füllte er sich morgens mit Berufstätigen die wie wir keine Lust auf Parkgebühren in der Stadt haben.

Jetzt heißt es für uns

Kopenhagen entdecken

Ich war schon einmal vor 9 Jahren in Kopenhagen, hatte damals aber andere Dinge im Kopf als mir bewusst Dinge anzugucken. Bei vielen Dingen bedauere ich das ich nicht früher schon cleverer war! Nun gut, Kopenhagen gibt mir eine zweite Chance und die gilt es zu nutzen. Auf dem Weg zum ersten Stop der Erkundungstour kommen wir an einem kleinen Hafen vorbei und was sehen wir da ? Ein Schwimmbad im Hafenbecken ! Verrückt ! Die Wasserqualität ist hier so gut das man sogar darin schwimmen kann ohne irgendwelche bedenken zu haben. Wenn das nicht schon genug wäre kann man nach dem Schwimmen auch noch in die Sauna gehen. Eine mobile Sauna steht auch direkt parat !

Kopenhagen, du gefällst mir !

Weiter gehts ! Vorbei am Tivoli der leider noch geschlossen ist und erst am 01. Februar wieder eröffnet hin zum Rathaus und dann in die Einkaufsstraße. Unterscheidet sich nicht groß von der unseren, außer das sie sehr sauber ist ! TOP.

Wir wollen aber weniger die Geschäfte sehen, sondern viel mehr das was Kopenhagen sonst noch zu bieten hat. Vorbei an einigen Touristeninfoständen gelangen wir zum Schloss Amalienburg, gerade rechtzeitig zur Wachablösung ! Tolles Spektakel und bewundernswert das sie es wirklich knallhart durchziehen. Wie wir nachher festgestellt haben laufen die abgelösten Wache zurück zur Kaserne, schätzungsweise 2 Km, über die Straße. Autofahrer die den falschen Zeitpunkt erwischen müssen stehenbleiben und warten. Respekt !

Die kleine Meerjungfrau

Die Kleine Meerjungfrau ist DAS Wahrzeichen von Kopenhagen. Dabei ist sie gar nicht mal so groß. Nur ca. 1,25 Meter ist die gute und sitzt Tag ein Tag aus auf einem Stein im Hafen ! Hauptsehenswürdigkeit Kopenhagens: Check !

 

Der Hunger treibt uns an

und so gehen wir direkt zu den Torvehallerne, der Markthalle in Kopenhagen, die jeden Tag geöffnet ist. Ich habe gehört hier kann man gut und günstig essen. Gut ja, günstig nein ! Mein Limit von 5€ pro Tag wäre hier um ein vielfaches direkt erschöpft. Glücklicherweise hab ich ja meinen kleinen Bruder noch im Schlepptau für den diese „Regelung“ nicht mehr gilt, da er ja noch in Lohn und Brot steht ! Kurzerhand lädt  er uns auf ein fantastisches Smörebrod und einen exzellenten Cappuccino ein ! Alles in einem ein „Schnäppchen“ ( Ironie ) Die zwei Smörebrod kosten knapp 22 € und der Cappuccino noch einmal 10 € oben drauf. Puhh, aber das war es schon wert! Frisch gestärkt geht es weiter zum

Rundetårn

Ein Rundturn im Herzen Kopenhagens. Der knapp 35 Meter hohe Turm wird durch einen einmaligen Schneckengang bestiegen. Insgesamt läuft man 7 1/2 mal um den hohlen Kern des Turms, der früher zur Vermessung Dänemarks genutzt wurde, und ist nach 209 Metern oben angekommen. Dort oben kann man einen 360 grad Blick über Kopenhagen genießen und ist damit günstiger als vergleichbare Aussichtspunkte. Pro Person kostet es 25 DKK ( € 3,35 ) um den Turm zu besteigen. Dafür bekommt man aber nicht nur den Ausblick, sondern auch noch wechselnde Ausstellungen und Europas ältestes funktionierendes Observatorium geboten.

Leider ist es schon soweit

Pascal muss zum Flughafen. Wir verlassen die Innenstadt und laufen wieder zurück zu unserem Defender. Genug Zeit für eine kurze Mahlzeit bleibt auch noch und so gibt es noch eine kleine Stärkung bevor es dann zum Flughafen geht. Time to say Goodbye ! Bis in ein paar Wochen 🙂

Öresundbrücke und Malmö

Ich begebe mich also zurück zu dem Parkplatz und verbringe die erste Nacht dieser großen Reise allein im Defender. Schon irgendwie komisch. Aber auch diese Nacht geht vorbei und ich bereite mich morgens darauf vor, per Instagram Live Video über die Öresundbrücke zu fahren. War ganz cool, hab ich mir aber spannender vorgestellt 😀

Egal, Malmö wartet auf mich! Auch hier hab ich mir wieder einen schönen Parkplatz raus gesucht, auf dem ich 4 Stunden kostenlos stehen darf. Das reicht mir für eine Stadtbesichtigung. Anfangs noch sehr schön mit dem kleinen Strandbad direkt am Parkplatz, doch leider muss ich sagen, dass mir die Stadt nicht ganz so gut gefallen hat. Vielleicht hab ich die falschen Ecken gesehen aber Malmö hat mich nicht überzeugt. Da überleg ich mir jetzt gründlich ob ich überhaupt nach Göteborg fahre. Aber da sind wir noch nicht !

Außerirdische Besucher

Dank dieser wahnsinnig tollen Vanlife-Community habe ich eine Stellplatztipp von Maura und Lukas bekommen und hoffe, dass ich dort in dieser Nacht mein Lager aufschlagen kann. So soll es dann auch sein. Als ich ankam war der Platz noch gut besucht, da er direkt an einem wunderschönen Strand liegt, aber zum Abend hin leerte sich alles. Die Sonne meint es heute mehr als gut mit mir und zeigt sich schon den ganzen Tag. Das nutz ich aus, erkunde den Strand und hab noch ein Hinweis auf außerirdische Aktivitäten bekommen. Wenn ich rechtzeitig die Augen geöffnet hätte, hätte ich mir eine halbe Stunde suchen ersparen können, letztenendes habe ich es doch gefunden. Das erste Denkmal eines Ufos auf dem Europäischen Festland ! Ganz schick im Wald versteckt und sogar ne kleine Kuhle ist zu sehen wo das Ufo angeblich gelandet ist. Ich muss sagen, die Geschichte hat Hand und Fuß !


Feuer und Gin Tonic

 

Zurück am Defender ist es Zeit für ein kleines Abendessen. Ich hab vor meiner Abreise noch einiges von meiner Familie und meinen Freunden an Essen bekommen und so genehmige ich mir heute mal einen Hühner-Nudel-Topf ! Lecker, vor allem wenn man sowas lange nicht gegessen hat und man fern der Heimat ist ! Aufgegessen, zur Feuerstelle gegangen und relativ schnell 🙂 ein kleines Feuerchen entfacht. Da sitz ich nun und genieße den Abend in absoluter Stille am Feuer und lass es mir mit einem Gin Tonic gut gehen !

Tag 4 ohne Dusche

So langsam hab ich das Gefühl das ich mal wieder duschen möchte. Noch ist es nicht so schlimm das ich mich selber „rieche“ aber irgendwie ist die Umstellung von „täglich Duschen“ auf „mal gucken wann ich duschen kann“ ziemlich groß. Also ab auf nem Campingplatz. Nicht nur Duschen kann ich hier, nein auch die Batterien vom Defender und auch mich ein wenig aufladen. WLAN gibt es auch und Europas größter Supermarkt befindet sich Fußläufig von mir entfernt. Nichts wie hin.

Die Enttäuschung ist groß

Als ich den Supermarkt betrete bin ich noch voller Vorfreude was mich hier alles erwartet. Um das klar zu stellen, ich wollte Lebensmittel kaufen und dachte die gibt es hier im Überfluss. Weit gefehlt. Leider war die Auswahl an Lebensmitteln kleiner als bei einem Discounter bei uns daheim. Alles andere gibt es dort im Überfluss, aber ich wollte ja nicht alles andere ! Also kauf ich mir ein paar Dinge zum Abendessen und zurück gehts zum Campingplatz, der Hunger meldet sich !

Zum Abendessen gibt es Pizza aus dem Omnia ! Wahnsinn wie lecker sowas sein kann und so einfach noch dazu . Das kommt jetzt mit auf die Einkaufsliste für jeden Supermarkt den ich anfahre !

Gute Nacht !

 

Das war er also, der erste Reisebericht zu der Europatour 2019! Das Video zu allem erlebten findet ihr hier :

Kopenhagen Teil 1.1 , Malmö Teil 1.2

Lasst mich gerne wissen wie ihr es fandet und schreibt mir gern eure Meinung zu meinem Bericht. Ich freu mich auf den Austausch mit euch !

Vielen Dank fürs lesen

 

Euer Dominik